... am Freitag, 4. September

... ab 18.00 Uhr

... Kinderkönig /-in schießen

    (bis 12 Jahre

... Jugendpokal (13 bis 17 Jahre)

... Vereinsmeisterschaftsschießen      Damen und Herren

    (ab 18 Jahre)

... Königspokalschießen der ehem.      Könige /-innen auf dem                Vogelstand

... Grillwürstchen und Getränke

... am Samstag, 5. September

... 13.00 Uhr antreten des Vereins

    mit Musikverein Lienen auf dem

    Festplatz

... Kranzniederlegung am       

    Ehrenmal

... ausholen des amtierenden 

    Königs

... 16.30 Uhr Eintreffen der

    Schützenvereine zum

    Kaiserschießen 

... ab 20.00 Uhr live auf unserem 

    Festzelt "The Cube" - Partyband

... 20.00 Uhr Gratulation der  

    Gastvereine

... am Sonntag, 6. September

... 14.30 Uhr antreten des Vereins

    mit Musikverein Lienen auf dem

    Festplatz

 

... ab 15.00 Uhr

... Ehrungen

... Cafeteria

... Platzkonzert mit dem   

    Musikverein Lienen

... Lotterie

... großes Kinderprogramm

... Riesenhüpfburg

... König /-in schießen auf den          Vogel

... Schützenparty auf dem Zelt

... König /-in Proklamation


...das war 2025

...Vereinsmeisterschaften und Ehrungen

Königin:            Olga Hüwelmann

Prinzgemahl:    Stephan Hüwelmann

Ehrendamen:    Nicole Flechner, Magi Petroll, Elke Schilling, Stephanie Wittmann-Hensel

Kinderkönig:     Moritz Wittmann

Kinderkönigin:   Lina Diekmeier

Kinderhofstaat: Mattes Sandkämper + Juna Flechner

Vereinsmeisterschaften:

Herren

1)  Daniel Weiper (95 Ringe)

2)  Jan Möllmann (93 Ringe)

3)  Gerd Kaßling (91 Ringe)

Damen

1)  Lea Bolsmann (97,5 Ringe)

2)  Wiebke Fett (95,5 Ringe)

3)  Kathrin Diekmeier (94,9 Ringe)

 

Jugendpokal:                     Marlene Wittmann (94,9 Ringe)

 

Königspokal (Vogel):        Marco Königkrämer (186 Schuss)

 

Königsschießen (Vogel):   Manuela Horrmann - Zepter (30 Schuss)

                                          Finn Schröer– Apfel (42 Schuss)

                                          Jens Petroll - Krone (60 Schuss)

                                          Tobias Fett – Rumpf (181 Schuss)

 

25-jährige Vereinsmitgliedschaft: Hubert Aubke, Dietrich Kröger, Volker Rahmeier, Andreas Schöpker, Jens Schröer, Heiko Wortmann

 

50-jährige Vereinsmitgliedschaft: Ulrich Blömker, Walter Franz

 

60-jährige Vereinsmitgliedschaft: Günter Huneke

  

Silberkönig 2025 (25 Jahre, 2000):   Marco Königkrämer mit Kerstin Bethke

  

Goldkönig 2025 (50 Jahre, 1975):     Erich Rautenberg mit Käthe Menke

 

Besonder Verdienste:   Sigrid & Jürgen Henkelmann

 

                                       Karin & Helmut Lindemann

Festplatz, Am Mühlenbach 6, 49536 Lienen

Faszination Schützenfest

„Wo war ich in der Nacht von Freitag auf Montag?“

Münsterland - Schützenfeste werden im Münsterland fast in jedem Dorf gefeiert. Besonders in größeren Städten können sich die Menschen darunter so gut wie nichts vorstellen. Ein Versuch, die Faszination Schützenfest zu erklären.

Man steht gemütlich in einer großen Runde zusammen, auf dem Boden befindet sich ein Tablett, das im besten Fall mit vollen Biergläsern gefüllt ist, und im Hintergrund trommelt der Spielmannszug Preußens Gloria, den Yorkscher Marsch oder ein anderes einstudiertes Stück: Für uns „Hinterwäldler“ aus dem Dorf gibt es nichts Schöneres als das alljährliche Schützenfest. Das Fest aller Feste, wofür die meisten Dorfbewohner mindestens eine halbe Woche ihres Jahresurlaubs opfern - schließlich darf man nichts verpassen. „Schützenfest ist ja nur einmal im Jahr.“ Ein Versuch, den Stadtmenschen die Faszination Schützenfest einmal näher zu bringen.

 

Generationsübergreifendes Fest

Dass Schützenfest gefeiert wird, ist meistens schon beim Überschreiten der Dorfschwelle sichtbar. Überall hängen Schützenfestfahnen und die Straßenlaternen sind mit Grünzeug geschmückt. Zudem blockiert die örtliche Avantgarde - kurze Erklärung für die Menschen, die mit dem Begriff nichts anzufangen wissen: eine kleine, lautstarke Truppe, die aus vornehmend jungen Schützen zwischen 17 und 30 Jahren besteht - meistens wegen ihres letzten Übungsabends, wo mit harter Arbeit am Feinschliff des Gleichschritts beim Marschieren gearbeitet wird, die Hauptverkehrsader des Dorfes. Die Gefahr, sich beim Schützenfest zu blamieren, wäre ohne Übungsabende schlichtweg zu groß.

 

Die Faszination am Schützenfest-Feiern lässt sich eigentlich ganz einfach erklären. Egal, ob jung oder alt: Das oft traditionsreiche Schützenfest verbindet alle Generationen miteinander. Denn in der eingangs beschriebenen Situation stehen nicht nur gleichaltrige Schützen oder Schützinnen in der Runde zusammen, sondern auch die Väter oder Mütter, die jahrzehntelangen Freunde der Eltern und oft sogar Personen aus der Generation unserer Großeltern. Studenten, die wegen ihres Studiums in größere Städte gezogen sind, kommen extra für das alljährliche Schützenfest wieder zurück in ihre Heimat und natürlich ist auch das halbe Nachbardorf am Start.

 

Schützenfest-Virus

Wer noch nie auf einem Schützenfest war, muss auch keine Angst vor dem ersten Besuch haben. Fremde gibt es dort sowieso nicht: Denn bei einer Runde Bier oder zur späteren Stunde auch Schnaps könnte die Integration aller Fremden in die örtlichen Begebenheiten kaum leichter fallen. Schnell wird sich der Städter auch fragen: „Warum habe ich bis zu meinem ersten Schützenfest-Besuch so lange gewartet?“ Wir Dörfler werden ohnehin quasi in den Schützenverein geboren oder schon in ganz frühen Jugendtagen mit dem Schützenfest-Virus infiziert. Getreu nach dem Motto: „Früh übt sich am besten“ laufen wir als kleines Kind an der Hand von Papa, stilecht mit Schützenhut, Stock und den daran befestigten Blumen in Reih und Glied zur Vogelstange, wo dann die Königsanwärter auf den Schützenvogel anlegen.

 

Wenn man den Dorfgerüchten glauben mag, steht sowieso schon monatelang im Voraus fest, wer der neue Regent werden will. Im Nachhinein wird es meistens dann aber doch jemand ganz anderes. Jedenfalls kann niemand ruhig zu Hause sitzen, während die Schützen auf das hölzerne Federvieh anlegen: Nahezu jeder Dorfbewohner will wissen, wer sich denn zum neuen König machen wird. Dementsprechend schnell verbreitet sich anschließend auch die Nachricht, wer es denn geworden ist. Kein Dorfgerücht ist heißer.

 

Schlager statt Hip Hop

Schmerzhaft für die Ohren der Stadtmenschen könnte die Musikrichtung auf einem Schützenfest sein: Statt Hip Hop oder trendiger Elektromusik ist auf dem Fest aller Feste Ballermann, Schlager und Discofox angesagt. Da gibt es aber keinen Ausweg. Nicht umsonst kann fast jeder aus dem Dorf den Pur-Party-Hitmix auswendig. Zudem dürfen die Städter ebenfalls nicht zurückschrecken, wenn das Lied „Aloha Heja He“ gespielt wird. Dann heißt es für alle ab auf den Boden, „vor-zurück“, es wird gerudert.

Ist „Atemlos“ in den frühen Morgenstunden das letzte Mal gespielt, geht es erst mal zum nächstbesten Bekannten zum Eieressen. Der Weg dahin ist zwar ohnehin nicht weit, wird aber meistens mit dem Fahrrad oder zu Fuß zurückgelegt. Taxen fahren zu der Uhrzeit sowieso nicht mehr.

 

Sind die drei oder vier Tage Schützenfest dann vorbei, bleiben eigentlich nur zwei Fragen zurück: „Wo war ich in der Nacht von Freitag auf Montag?“ und „Wie überbrücke ich die Zeit bis zum Schützenfest im nächsten Jahr?“

 

Von Simon Beckmann (Bericht in der WN vom 05.05.2018)